Für den heutigen Tag ist eine anspruchsvolle Tour geplant: wir wollen über den Umbrailpass zum Stilfserjoch, weiter über Bormio, Livigno zum Berninapass.
Von dort in Richtung St. Moritz, über den Albulapass nach Davos, über den Flüelapass nach Martina und die Norbertshöhe hoch zurück nach Nauders.
Von Nauders fahren wir über die B180 an der bei Graun im Reschensee stehenden Kirche vorbei. Über Burgeis, Mals und Taufers erreichen wir
im Münstertal den Schweizer Ort St. Maria Val Müstair ca. 1400 m ü. M. Dort geht es gerade aus zu dem Ofenpass und links zu dem Umbrailpass.
In St. Maria fahren wir links zum Umbrailpass. Zwischen St. Maria und der Passhöhe 2503 m, liegen 16 km und 35 Spitzkehren, sowie ein
Höhenunterschied von ca. 1.100 m. Es wird sehr eng und der Pass ist für Wohnanhänger gesperrt. Es sind hier auch kaum Autos zu sehen.
Ein Weltkulturerbe der UNESCO, das Münstertal mit dem Ofenpass im Hintergrund. Es geht auf guter Straße hoch, die erste Spitzkehre sehen wir schon.
Wir sind an der ersten Spitzkehre. Mit einer Steigung von bis zu 14% geht es in Kehren und Geraden an der Felsenwand im Val Muraunza weiter hoch.
Auf den ersten Kilometern fahren wir durch ein sehr schönes Waldgelände. Bei 1800 Hm wechseln wir auf eine 2.5 km lange festgefahrene Schotterpiste.
Jetzt ist erstmal eine Pause angesagt: die Raucher haben auch ihre Bedürfnisse und trinken muss man ja auch etwas. Dabei wurden wir aber beobachtet.
Der Blick auf das Muraunzatal und einen Teil der bisher gefahrenen Strecke. Auf Asphalt geht es über die zweite Brücke und auf die andere Hangseite.
Wieder am westlichen Hang des Piz Umbrail; man wechselt mehrmals die Seiten um den Pass zu erreichen. Wir sehen auch schon den ersten Schnee.
Wir sind an der Schneegrenze und blicken noch einmal zurück ins Muraunzatal. In Kehren geht es weiter hoch. Die Schweizer Zollgrenze ist nicht mehr weit.
Der Schweizer und der Italienische Zoll auf 2503 m; niemand hat uns aber dort aufgehalten. Am italienischen Zoll geht es auch rechts hinunter nach Bormio.
Am ital. Zoll, am Giogo di Santa Maria, auf dem Umbrailpass. Die vordere Straße führt links zum Stilfserjoch hoch und rechts geht es den Umbrail hinunter.
Die hintere Straße, die SS38 führt hinunter nach Bormio in das Valle del Braulio. Wir fahren links hoch zum Stilfserjoch.
Oben ist schon das Hotel Folgore am Stilfserjoch zu sehen. An der Schneewand vorbei halten wir auf dem Parkplatz. Hinten der Piz Umbrail und der Piz Lad.
Dort schauen wir uns um und sind begeistert von dem Ausblick auf die Berge, die sich um die Passhöhe erheben. Im Blick der Ortler (3905 m).
Ein Wintersportparadies rund um das Hotel Folgore, Wir machen unsere Bikes klar und gehen hoch zur Passhöhe.
Wir erreichen den Passo dello Stelvio auf 2757 m die meisten Biker waren hier schon. Heute ist Werktag, an Wochenenden ist hier sehr viel Betrieb.
Heinz, Thomas und ich, oben der Alpengasthof das Tibethaus auf 2.800m. Der schwierigere Nordost Aufstieg. Rechts und hinten das Ortlergebirge.
An den Hotels, Restaurants und Souvenirläden vorbei, verlassen wir den Pass und gehen zurück zum Parkplatz. Heinz und Sven zeigen wohin wir wollen.
Mit einem letzten Blick zur Passhöhe und auf die Umgebung nehmen wir Abschied vom Stilfserjoch und fahren wieder hinunter zum ital. Zollgebäude.
Auf der SS38 geht es erst in Kehren mit bis zu 12% Gefälle und dann auf langen Geraden das Valle del Braulio hinunter. Eine von Bikern gern befahrene Strecke.
Wir schauen ins Valle de Braulio; die Berghänge werden kahler. Links der Monte Scoriuzzo (3094m) rechts der Cascate. Weiter unten wird es wieder kurvig.
Im Blick der Cascate (2268 m), die ersten Wasserfälle kommen in Sicht. Das liegt auch noch vor uns, am Hang des Monte Scoriuzzo und Cresta di Reit entlang.
An einem schönen Wasserfall fahren wir vorbei. Rechts ein kleiner Wasserfall und ein Wasserkraftwerk; dieses liefert für die Region Bormio den Strom.
Weiter hinten sehen wir schon am Berghang die Arkaden durch die wir fahren müssen. Danach kommen wir an einer Ruine vorbei.
Je tiefer wir kommen desto grüner wird die Umgebung. Vor uns fährt eine rote Goldwing. Sven und wir folgen ihr durch den in den Felsen gehauenen Tunnel.
Nach dem Tunnel halten wir auf einem Parkplatz und sehen eine am Felsen hängende Bergsteigerin. Von hier können wir auch den Ort Turripiano sehen.
Wir beenden die Pause und fahren auf der Via Stelvio hinunter nach Molina und kommen wieder an einen Tunnel an dem eine Gruppe Biker sich berät.
Vor Bormio biegen wir ab auf die SS301 Via Sant Gallo und sehen das violett farbige Gebirge. Über Turri Piano und Rasin geht es nach Valdidentro.
Im Val Viola erreichen wir Valdidentro, ein schönes Dorf zwischen Bormio und Livigno. Von hier sind es noch 15 km bis zum Monte Foscagno, der schon im Blick ist.
Am Val Viola und am Hang des Cime di Plator (2937 m) und Monte Trela (2603 m) geht es wieder bergauf durch das Dorf Somego-Valdidentro.
Die Region Valdidentro sagt arrivederci und wir fahren auf der Strada Statale 301 del Foscagno weiter hoch am Hang des Monte Foscagno (3058 m) entlang.
Den Monte Foscagno im Blick geht es hoch und über die Passhöhe auf 2291 m, dort fahren wir nach Trepalle und weiter zum Passo d´ Eira.
In Spitzkehren und Geraden geht es den Foscagnopass hinunter. Wir sind vor Trepalle, den Ort kann man schon in der Ferne sehen.
Wir fahren durch Trepalle, ein zwischen 1.800 - 2.250 Metern hochgelegenes Bergdorf und bekannt als höchster, ständig bewohnter Ort in Europa.
Nachdem wir Trepalle hinter uns lassen, geht es durch die Arkaden am Hang des Monte della Neve 2785 m entlang, zum Eirapass hoch.
Durch die Arkaden fahren wir auf die Passhöhe, wir sind am Passo d´ Eira (2209 m), ein sehr bekanntes Skiparadies bei Livigno.
Wir fahren über die Passhöhe nach Livigno um dort eine Pause einzulegen. In engen und langen Kehren geht es mit 12% den Eirapass hinunter.
Nach einer sehr schönen und interessanten Abfahrt vom Eirapass in das Valle di Livigno sehen wir vor uns die ital. Zollfreie Zone und Skiort: Livigno.
Wir wollen tanken, doch an den Tanksäulen sind nur Automaten. Auch zum Lago di Livigno können wir wegen Straßensperre nicht. Enttäuscht fahren wir weiter.
Von Livigno zum Bernina fuhren wir den Forcula de Livigno runter. Wenn man genau hinsieht, kann man auf dem oberen Weg einige Biker und Autos erkennen.
Wir machen eine Pause um dieses Schauspiel der herunter kommenden Fahrzeuge auf diesem Hintergrund anzusehen. Auch Thomas ist hellauf begeistert.
Andreas hat etwas Geschäftliches zu erledigen, nach dem Telefongespräch machen wir uns auf den Weg zur Passhöhe. Einige Biker kommen uns entgegen.
Wir sind am Berninapass (2323 m) im Schweizer Kanton Graubünden. Uns erwartet ein schönes Panorama mit herrlichem Ausblick auf die Berge und den See.
Vor uns der Lago Bianco, der Piz Bernina, der Pizzo Palü und der Cn. Diavolezza, rechts der Piz Lagalp. Heinz war schon einmal hier und ist wieder begeistert.
Ein Blick noch auf das Bernina Gebirge und dem Piz Lagalp/Piz Albris. Zwischen ihnen liegt St. Moritz. Am Hospiz vorbei geht es vom Berninapass hinunter.
Im Bernina Tal auf der B29 fahren wir am Kulturerbe der UNESCO (der Rhätischen Bahnstrecke Bernina – Bergün) entlang über Pontresina nach Samedan.
In Samedan (hier fließen mehrere Flüsse zusammen und werden zum Inn) fahren wir auf der 27 bis La Punt. Dort geht es im Val d´Alva hoch zum Albulapass.
In Serpentinen und engen Spitzkehren geht es mit 12% Steigung hoch. Weiter oben auf flacheren Strecken fahren wir am Albula entlang zur Passhöhe.
Wir sind auf dem Albulapass (2312 m nach neuesten Messbestimmungen) und machen in dem zum Verweilen einladenden Hospiz eine Mittagspause.
Ein farblich sehr schöner Kontrast: das im Sonnenlicht silberfarbene Gebirgsgestein und der grüne Hang des Albula Gebirges an dem wir entlang fuhren.
Auf dem Parkplatz machen wir uns fertig zur Abfahrt nach Bergün. Auf einer langgezogenen Straße mit geringem Gefälle geht es dem Albulatal entgegen.
Auf schmaler Straße geht es weiter. Unter uns befindet sich ein 5865 m langer Eisenbahntunnel der Rhätischen Schmalspurbahnstrecke Bernina-Bergün.
Mit einem Gefälle von 12%, bei besseren Lichtverhältnissen fahren wir an Leitplanken entlang weiter den Albula hinunter. Die ersten Bäume sind schon sichtbar.
Nach den langgezogenen Straßen die erste Kehre. In Kurven und auf breiterer Straße geht es weiter. Die Vegetation ändert sich und es wird angenehmer.
Bei Preda fahren wir an einem smaragdgrün schimmernden Bergsee, den Lai da Palpuogna vorbei. Hier erscheint auch die Rhätische Schmalspurbahn wieder.
Die Streckenführung von Bergün - Preda ist berühmt für die Verlegung durchs Gebirge, über Viadukte, durch Tunnel, am Berghang und an fließendem Wasser
vorbei. Bei YouTube fand ich diesen Film von der Bahnstrecke Bergün nach Preda, 4:30 min lang: http://www.youtube.com/watch?v=CivBsifSQ5M&NR=1
In der Schinschlucht am Albulafluss entlang, der später in den Rhein mündet, durch mehrere Viadukte geht es nach Bergün. Wanderfreunde sind auch zu sehen.
Bergün ist ein sehr schönes Dorf, in der Hauptstraße sind Häuser im Engadiner Stil mit Fassadenmalerei zu sehen. Am Hang des Muchetta entlang nach Surava.
Auf einer sehr schönen Straße geht es den Berg hinunter nach Surava. Vor Tiefencastel biegen wir in Surava nach Alvaneu ab und fahren in Richtung Davos.
Bei Glaris durch den Landwassertunnel und weiter am Landwasserbach über Frauenkirch nach Davos. Vor dem Davoser See fahren wir in das Flüelatal.
In leichten Kurven und mit geringer Steigung geht es auf der Flüelapassstraße am Schwarzhorn und Pischahorn (2979 m) entlang, zum Pass hoch.
Das Passhotel am Flüelapass (2383m) liegt zwischen dem Schwarzhorn und dem Weisshorn. Wir fahren ohne anzuhalten weiter hinunter.
Zwischen sechs 3000er, auf der rechten Seite der Schwarzhorn (3147m), der P. Radönt (3065m), der P. Arpschella (3032m) und der P.d. Ras (3025m)
und auf der linken Seite der Weisshorn (3085m), der P. Murtera (3043m) geht es mit 10% Gefälle in engen Kehren und langen Kurven hinunter.
Auf einer lang gezogenen Linkskurve kommen wir am Ende an einem Gebäude vorbei. Von dort geht es in Serpentinen hinunter nach Susch im Engadin.
Auf Spitzkehren geht es hinunter. Sven ist vorne und Andreas fährt vor dem PKW gleich durch die Kurve. Thomas ist noch oben und dokumentiert alles.
Von Susch fahren wir auf der 27 über Ardez und sehen von weitem das Schloss in Tarasp-Fontana, von dort geht es weiter nach Scoul in den Kreisverkehr.
Wir fahren im Unterengadin nach Martina und verlassen dort die Schweiz. Über die Norbertshöhe geht es wieder nach Nauders. Nach 420 km und 7 Pässen sind
wir alle glücklich in Nauders heil und gesund anzukommen. Wir lassen diesen Tag noch einmal Revue passieren. Unser aller Resümee: Es war eine Supertour.
Zuletzt bearbeitet von MP3FreakCharly am , insgesamt einmal bearbeitet _________________ Allen Bikern, fern und nah
allzeit gute Fahrt, wünscht Charly aus Merzig an der Saar
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saarlodri
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eine schöne Gegend.
Danke Charly für den Bericht.
_________________ viele Grüße aus Sulzbach
Jörg
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thomas 23
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hast du klasse gemacht - schaut man sich gerne wieder an - nochmals vielen dank für deine tolle zusammenstellung.
_________________ liebe grüße von den bremer nordlichtern anke und thomas
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